Mittwoch, 30. Juli 2014

Pfarre Rannersdorf – mit Gottes Hilfe in eine veränderte Zukunft

Mit September rückt das neue Pfarr-Jahr heran – und bekanntlich musste unser P. Kuruvila seine Tätigkeit als Pfarrer bei uns abschließen. Wie geht’s nun weiter?
Tja, da wird natürlich schnell so manches herum erzählt: „Die Schwechater übernehmen jetzt die Pfarre“, lautet das eine Grücht; andere sehen schon eine gemeinsame Großpfarre heranrücken... - und haben Angst, dass „jetzt alles nach Schwechat hinüberverlegt wird“. Beides stimmt nicht! Was ist also geplant?
Vereinfacht gesagt: Gar nichts Neues! Seit über 10 Jahren leben wir 5 Pfarren, das sind die Evang. Pfarre Schwechat, sowie die Kath. Pfarren Mannswörth, Rannersdorf, Schwechat und Zwölfaxing die „Pfarren-Gemeinschaft Raum Schwechat“ (vormals: „Seelsorgeraum Schwechat“). Bei diesem Projekt ging es durch all die Jahre nicht um eine Großpfarre, sondern um die Beibehaltung lebendiger Pfarrgemeinden durch verstärkt gemeinsames, ressourcenorientiertes Arbeiten: Manche Projekte wurden – um die Qualität zu verbessern – daher gemeinsam angegangen (z. B. der Stadtkreuzweg), anderes wurde von einer Pfarre quasi für alle übernommen. Ziel war, dass – damit die Pfarren für die Menschen lebendig und eigenständig bleiben können, sowie heutigen Erfordernissen neu gerecht werden – in konkreten Bereichen intensiver zusammengearbeitet wird.
Auf genau dieser Ebene soll es in die Zukunft gehen, wobei sich in unseren 4 kath. Pfarren ab Herbst das gleiche „Hauptamtliche Personal“ engagieren wird. Konkret heißt das, dass ich als Pfarrer die Leitung übernehmen werde, die anderen hauptamtlich pastoral Engagierten sich ebenso einbringen werden und die Pfarre Rannersdorf eigenständig ihr Leben weiter gestalten wird.
Allgemein bekannt ist, dass die finanziellen Möglichkeiten unserer Kirche (Stichwort: Kirchenaustritte) zurück gehen, weniger hauptamtliches „Personal“ zur Verfügung steht. Das wird auch bei uns so sein – nur: Es gibt in der Welt wenige Kirchen-Situationen, die derart wirtschaftlich „reich“ und mit derart vielen Hauptberuflichen arbeiten können, wie in Österreich. Natürlich wird es hier Veränderungen geben, auch Reduktionen. Zugleich aber wollen wir die veränderte Situation zum Anlass nehmen, ganz neue Initiativen zu starten: Ein großangelegtes Hilfsprojekt der Caritas („Le+o“: Lebensmittel und Orientierung), eine Besuchsaktion für unsere Neuzuzugsgebiete, ein Mal im Monat eine neue (hoffentlich „bessere“) Beginnzeit für die Kledering-Messe und anderes mehr. Wir leben in veränderter Situation, wo manches beendet werden muss, zugleich aber auch neues beginnen wird.
Also: Unsere Pfarre Rannersdorf wird weder „einverleibt“, noch zurückgestutzt, sondern wird unter veränderten Umständen einen neuen Aufbruch wagen. Darauf freue ich mich!
Pfarrer Gerald Gump

Mittwoch, 2. April 2014

Meine lieben Schwestern und Brüder, der Herr ist auferstanden, Halleluja! Deshalb wünsche ich Euch allen: Freuet Euch!

Die Osterfreude ist eine tief verwurzelte Erfahrung von Gottes größter Gabe, der Hoffnung und Liebe zu seiner Geliebten – zu Euch und mir!
Die gesamte Osterliturgie und das Osterfest ist vielleicht die schönste und bedeutungsreichste für jeden Christen. Ich bin mir sicher, dass es Euch ein Bedürfnis ist, mit Jesus durch diese Woche zu gehen!
Die Karwoche und Ostern beinhalten ein ganz normales Leben: Freude und Leid, Erwartungen und Enttäuschungen, Erfolge und Misserfolge, Versammlungen, Feste, Missverständnisse, Frust, Leid, Schmerz, Tod und Auferstehung. Jesus erlebte all das zusammen mit seinen Jüngern.
Ostern ist das schönste aller christlichen Feste. Es zeigt uns was unser Leben ist, enthält, und jedem einzelnen von uns bietet. Die Erfahrungen der Jünger Jesu (vor allem die letzten Tage, Trauer, Schmerz und Enttäuschungen) erleben wir mit unseren Brüdern und Schwestern in der heutigen Gesellschaft. Manchmal sind wir sprachlos, wenn wir mit solchen Situationen konfrontiert sind.
Aber durch Jesu Auferstehung sind die Jünger und wir mit Hoffnung motiviert und inspiriert. Wir können über dieses irdische Leben schauen, über unsere Fehler. Wir müssen nie aufgeben, denn der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Das Leben ist die letzte Wirklichkeit! - Mögen wir alle in diesem Osterglauben verwurzelt sein.
Einige notwendige Veränderungen sollen die Osterbotschaft nicht schmälern. Die Umstrukturierung und Zusammenlegung der Pfarren kann mehr Verantwortung verlangen.Fragen und Zweifel gibt es immer, dennoch sehe ich in der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden eine Bereicherung unseres Glaubens- und Gemeindelebens.
Die Veränderungen die mich betreffen: Dies ist mein drittes Osterfest in dieser Pfarre – wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe schon erwähnt, dass ich ab Herbst neue Aufgaben übernehmen muss und deshalb die Pfarre verlasse. Mir ist klar, dass es Euch und mir schwerfällt diese Entscheidung meines Ordens zu akzeptieren, aber Gott hat anderes mit mir vor.
Als Ostermenschen, als Christen geben wir die Hoffnung nie auf und streben vorwärts.
Im Geist verbunden – Euer Kuruvila

Montag, 11. November 2013

Liebe Schwestern und Brüder!

In ein paar Wochen ist dieses Jahr wieder zu Ende. Wir sind dabei, ein neues Jahr zu begrüßen. Rückblickend, erkennen wir wie fruchtbar das Jahr 2013 war. So viel hat sich in unserer Pfarrgemeinde getan, kleine und größere Ereignisse sowie Feierlichkeiten. Viele davon erfolgreich, einige weniger. Möglich war es deshalb, weil wir in der Lage waren als Team und wie eine Familie zusammenzuarbeiten. Wenn wir so viel erreichen können als eine kleine Gemeinde, können wir auch höhere Ziele erreichen. Gemeinsam können wir das Unmögliche möglich machen. Lasst uns gemeinsam Gott danken für seinen Segen und die positiven Ereignisse in unserer Pfarrgemeinde.
Unsere Erzdiözese geht nun durch einen Prozess der Umstrukturierung und Reform. Dies ist gedacht im Hinblick für eine bessere Zukunft und Erneuerung unseres Glaubens. Eine Erneuerung auf individueller und allgemeiner Basis ist immer notwendig. Eine Reform sollte mit der persönlichen Umstellung und in der eigenen Pfarrgemeinde starten. Dies macht es leichter eine größere Umstrukturierung und Reform durchzuführen. Denken wir nach, was kann ich als einzelnes Mitglied dieser Pfarrgemeinde tun oder anregen für eine noch bessere Gemeinschaft? Wo kann ich persönlich etwas beitragen oder meine Talente zum Aufbau dieser Pfarrfamilie einbringen?
Anlässlich der Diözesanversammlung, rief der Kardinal ein Jahr des Gebets für den gesamten Prozess der Umstrukturierung aus. Gebet kann Wunder wirken. Es kann uns stärken und unsere Aufgaben erleichtern. Es kann Hoffnung in die enttäuschten Herzen bringen. Und natürlich die Intervention und Führung des Allmächtigen. Mit Gott und nur mit Gott, können wir alles erreichen. Im Gebet, lasst uns vor unseren liebenden Gott, alle unsere Anliegen bringen, sowohl die persönlichen, als auch die unserer Pfarre.
Wir sind in einer Zeit des Advents. Eine Zeit der Erwartung und Hoffnung. Als Christen dürfen wir nie die Hoffnung aufgeben. Möge Jesus, der erwartete Messias, unser Herz mit neuer Hoffnung, neuem Leben, neuem Geist und ehrlicher Liebe erfüllen. Sein Segen genügt für unser Leben!
Euch allen wünsche ich eine gesegnete Adventszeit.
Euer P. Kuruvila

Sonntag, 15. September 2013

Feldmesse Pfadfinder Schaulager 2013

Liebe Pfadfinderinnen, Pfadfinder, Schwestern und Brüdern,
Wenn man verlorene Sachen wieder findet, ist die Freude unbeschreibbar, überhaupt dann, wenn es sich um Dinge dreht, die wertvoll oder persönlich sind. Sei es ein kostbarer Stein, einen engen Freund oder ein Haustier. Sobald man den verlorenen Artikel gefunden hat, herrscht große Freude und manchmal wird groß gefeiert.
Das heutige Evangelium zeigt uns die gleiche Situation, Kapitel 15 des Lukas-Evangelium bringt sehr schön die Haltung des menschlichen Wesens. Das ganze Kapitel dreht sich über Das Verlieren und Finden. Es gibt drei Gleichnissen und in all diesen drei Geschichten, sehr merkwürdig herrscht große Freude an der Suche und Wiederfinden nach dem Verlorenen. Ob es sich um die Münze oder das Lamm, oder sogar den verlorenen Sohn handelt, es wächst die Unermesslichkeit der Freude in jedem Event. Es gibt Schmerz und Leid, wenn es sich einen um Verlust handelt. Sobald es gefunden wird, ist die Freude größer als alle Leiden, Schmerz und Verlust,.
Und was am Wichtigsten ist, dass es jemanden gibt, der auf der Suche ist. Er ist derjenige, der den ganzen Schmerz und Verlust miterlebt. Ja, es ist Gott, der leidet, weil seine Kinder in die Irre geführt und verloren sind. Aber er ist nie bereit, aufzugeben. Er ist immer auf der Suche nach dem Verlorenen! Er geht bis zum Äußersten auf der Suche nach Menschen, die verloren gegangen sind. Auch das Kleinste soll nicht verloren gehen. Ja, er sucht nach dem Verlorenen, auch wenn er die Neunundneunzig verlassen muss!. Gott kann sich den Verlust eines einzigen Kindes nicht vorstellen. Deswegen feiert er und der Himmel ist voller Freude, wenn es gefunden wird.
Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, heute ist es eure Aufgabe, die Verlorenen in unserer Gesellschaft zu suchen. Ja, mit einem wertorientierten Leben und Vision für eine bessere Gesellschaft könnt ihr, die Bedürftigsten in unserer Umgebung schon erreichen. Das Leben Jesu ist eine große Inspiration, Motivation und Vorbild für euch alle. Er kam auf der Suche nach den Bedürftigen, den Kranken, Einsamen, Verlorenen und Unterdrückten. Die Erhebung der Armen war sein Ziel. Ihr seid aufgerufen worden, seine Mission in der heutigen Welt durchzuführen und fortzusetzen.
Was ihr tun müsst, ist eure Augen zu öffnen, um die Not der Menschen zu sehen. Ihr könnt einen Unterschied machen in einer Welt, für die nur Geld und Reichtum zählt, Komfort und Sicherheit; die diskriminiert und ausnützt, die andere für eigene Gewinne missbraucht. Eine Welt, die nur Erfolg und Status sucht. Ihr könnt der Welt zeigen, dass Gleichheit und Gerechtigkeit der Bedarf der Stunde ist. Die Armen und Unterdrückten haben genauso ein Recht zu leben. Auch sie sind Menschen. Ihr seid aufgerufen, auf die Suche nach Menschen zu gehen, die verloren sind, die krank sind, die arm sind, die einsam und diskriminiert sind.
Die Freude, die ihr bei der Suche nach den Verlorenen erleben werdet, ist himmlisch! Wie Jesus, der gute Hirte, der auf die Suche nach dem verlorenen Schaf ging, und als er es gefunden hat, trägt er es auf den Schultern und feiert mit seinen Freunden die Freude, weil er seine geliebtes Schaf wieder gefunden hat. Diese Freude ist jenseits menschlicher Beschreibungen. Ich wünsche euch allen diese große Freude, eine Freude, die ewig ist, eine Freude, die diese Welt nicht geben kann. Wie Jesus, sollt ihr Suchende sein, damit euer Leben mit der Freude Jesu gefüllt werde. Möge auch euer Leben die Inspiration und Motivation für die Menschen in unserer Umgebung sein. Amen.
Predigt von P.Kuruvila

Mittwoch, 30. Januar 2013

Unterwegs im Glauben - Bibellesen der Pfarre Rannersdorf - Kledering

Die ganze Pfarrgemeinde Rannersdorf und auch die Filialgemeinde Kledering ist eingeladen, die Bibel vom Beginn des Alten Testaments bis zum Schluss des Neuen Testaments zu lesen.
Wie geht das?
Man kann einzeln oder in Gruppen lesen
Die linke Seite der Kirche Rannersdorf ist dafür vorbereitet und gestaltet
Eine große Bibel liegt auf dem Tisch.
Die Bibelstelle wird nicht ausgesucht, sondern jeder liest dort weiter, wo die vorherige Person aufgehört hat.
Lesen Sie, so lange Sie Zeit haben.
Wenn Sie fertig sind, legen Sie das Lesezeichen zu den letzten Versen damit man sieht, wo Sie aufgehört haben.
Wichtig!!!!!
Eintragen in die Liste: Name, Uhrzeit von - bis und Seitenzahl: gelesen Kapitel von – bis.
Die nächste Person liest an dieser Stelle weiter, wo die Letzte aufgehört hat.

Sonntag, 13. Januar 2013

Taufe des Herrn 2013 - Predigt und Gebet vom P.Kuruvila

Wir sind es gewohnt, dass hauptsächlich Kinder getauft werden. Durch die Taufe empfangen sie die Grundlage des Heils, jenes Sakrament, das uns zu Christen macht. Wer getauft ist, darf Gott seinen Vater nennen und er gehört zur Gemeinschaft der Glaubenden, der Kirche. So hat es gewiß seinen guten Sinn, daß gläubige Eltern ihre Kinder taufen lassen.
Die Taufe Jesu hat aber eine etwas andere Bedeutung als jenes Sakrament, das wir als christliche Taufe spenden und empfangen. Eine eigentliche Taufe war für Jesus Christus nicht notwendig. Es hat vor allem einen dreifachen Sinn, wenn sich Jesus von Johannes im Jordan taufen lässt:
Erstens zeigt Jesus dadurch, dass er sich freiwillig in die Reihen der Sünder stellt. Er solidarisiert sich mit den Menschen als das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt. Der äußere Eindruck, der dabei entsteht, ist Jesus gleichgültig.
Zweitens hat Jesus durch sein getauft werden das Element des Wassers geheiligt. So wurde die Taufe auf den Namen des dreifaltigen Gottes vorbereitet. Das Wasser wird durch Jesus zum Quell der Gnade Gottes, die Leben spendet.
Drittens geschieht eben durch die Taufe Jesu am Jordan das, was wir göttliche Offenbarung nennen. Der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube auf Jesus herab. Dieses Offenbarungszeugnis gilt in erster Linie Jesus selbst und auch dem, der die Taufe vornimmt, nämlich Johannes. Das ist aber nicht so zu verstehen, als hätte Jesus vor der Taufe im Jordan gar nicht gewusst, wer er war. Nach dieser Taufe tritt Jesus öffentlich auf und verkündet den Menschen das Evangelium vom Reich Gottes.
Der heutige Sonntag soll uns an unsere eigene Taufe erinnern. Wir wollen uns bewusst machen, dass Gott, der Vater uns als seine Kinder angenommen hat. Gott selber hat unser Leben verwandelt. Er befähigt uns zu Glaube, Hoffnung und Liebe. In der einmal empfangenen christlichen Taufe liegt eine unzerstörbare Kraft für unser ganzes Leben. Leben wir so, dass wir dieser Würde entsprechen, damit die Welt die Liebe des Erlösers erkennt, der uns so reich begnadet hat!
Bei der Taufe empfingen wir die Gaben des Heiligen Geistes geschenkt! Unter andrem das Geschenk des Glaubens. Es ist der Glaube an Gott, der uns liebt und Jesus Christus, der Mensch geworden ist, um uns zu erlösen. Dieser christliche Glaube, der uns bei der Taufe gegeben wurde, sollte im Laufe unseres Lebens von Tag zu Tag wachsen.
Wir sind aufgerufen, ihn zu schützen, pflegen und weiterzugeben! Sodass wir immer mit Gott vereint und von ihm geleitet sind. Die Kirche bietet uns immer wieder eine Reihe von Möglichkeiten, um unseren Glauben zu fördern. Für heuer beschloss die Kirche den Glauben zu erneuern, bzw. zu vertiefen. Wir sind aufgerufen nachzudenken um in unserem Glauben zu wachsen.
Auch in unserer Pfarre sind alle eingeladen an in diesem Projekt teilzunehmen. Die Bibel zu lesen kann uns helfen, eine intensiver glaubende Gemeinde zu werden. Die Kirchentüre ist offen damit alle jederzeit lesen können. Jeder ist herzlich eingeladen, eine gewisse Zeit lang mit Lesen, Nachdenken und Meditation zu verbringen. Es wird uns erstaunen was Gott uns sagt und mit uns vorhat. Das Ziel ist nicht nur das Buch auszulesen, es ist das Wort Gottes - die frohe Botschaft!
Nach dem Schlussgebet werden wir die geöffnete Bibel feierlich an der Seite aufstellen. - Ich bitte Euch nochmals Euren persönlichen Glauben zu stärken und als glaubende Gemeinschaft zu wachsen. Amen.

Das Gebet
Gott, unser Vater, wir danken Dir für unsere Versammlung um Deinen Altar. Du stärkst uns durch Dein Wort, sowie den Leib und das Blut Jesu. Heute, beginnen wir Dein Wort intensiv zu lesen, nachzudenken und zu empfangen, was Du uns schenkst. Wir bitten dich immer bei uns zu sein. Erleuchte uns mit Deinem Geist, lass Dein Wort die Inspiration, Motivation und die treibende Kraft in unserem Leben sein. Dein Wort sei unsere Kraft, Trost und Segen. Möge Dein Wort unseren Glauben stärken, damit wir Deine Nähe erfahren können. Segne unsere Anstrengungen und hilf uns, in unserer Gemeinde durch die Kraft Deines Wortes immer miteinander verbunden zu bleiben. Darum bitten wir Dich durch Christus deinen Sohn, das Wort, das Fleisch geworden ist und unter uns lebt, heute und ewig. Amen.

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachtspredigt von P. Kuruvila

Vor einigen Jahren habe ich eine sehr seltsame Weihnachtskarte bekommen. Sie war nichts besonderes, aber sie erregte - unter allen Karten die ich erhielt - meine Aufmerksamkeit. An der Vorderseite nur ein einziger Satz "Happy Christmas?", - Frohe Weihnachten - aber mit einem Fragezeichen am Ende. Mit Neugier öffnete ich das Billett um zu sehen, was im Inneren stand. Der gleiche Satz mit größeren Buchstaben und dem selben Fragezeichen "Happy Christmas?". Ich war total verwundert. Warum so eine Begrüßung, noch dazu zu Weihnachten, dem Fest der Freude und des Glücks. Absender war eine meiner Kusinen, eine Ordensschwester, die in Nordindien tätig ist. Dann fiel mir ein, wieso dieses Bilett an mich gerichtet war: Vor einiger Zeit, gab es noch viele Angriffe auf Christen in ihrer Umgebung. Mehrere Häuser, Kirchen, Schulen wurden zerstört oder verbrannt. Menschen wurden angegriffen, einige getötet, oder waren gezwungen aus Angst vor den Angreifern in den nahe gelegenen Wald zu flüchten um sich dort tagelang zu verstecken. Wahrscheinlich wollte mich meine Kusine fragen, - angesichts dieser Situation - ob wir eine "frohe Weihnacht" feiern könnten, bzw. das Recht dazu hätten?
In Anbetracht unserer heutigen Welt müssen wir uns wirklich fragen: „Können wir tatsächlich reinen Gewissen ein frohes Weihnachtsfest feiern? Weltweit werden immer wieder Mitgeschwister getötet auch im Namen der Religion. Gegenseitiges Kämpfen um Macht und Autorität; Sterben an Hunger und Krankheit; von Armut betroffene Kinder, sozial diskriminierte Frauen und Kinder; die Leute am Rande der Gesellschaft und so weiter .... Das Riesenelend der betroffenen Menschen in Syrien, Palästina, Nordafrika,... auch die Tötung der unschuldigen Kinder und Lehrer in Amerika. - Können wir da ein frohes Weihnachtsfest feiern?
Ja, auch in unserer eigenen Gesellschaft, in unserer kleinen Gemeinde - leben wir glücklich und in Frieden? Wie ist unsere familiäre Situation? Erfahren unsere Kinder Friede und Freude zu Hause? Wie ist die Beziehung zwischen den Eltern? Gibt es eine gemütliche Atmosphäre, die Glück und Frieden fördert? Wie ist unser Verhältnis zueinander in der Nachbarschaft, in der Pfarrgemeinde? Können wir wirklich reinen Herzens frohe Weihnachten feiern?
Vor 2000 Jahren kam Gott in diese Welt, wurde ein Mensch wie du und ich. Er wollte mit uns unseren Schmerz, Trauer, Krankheit, Armut, Tod teilen, alles was uns hindert echte Freude und Glück zu erleben. Er wollte uns eine Welt zeigen, in der die Menschen unendlichen Frieden und Glückseligkeit spüren. Um das zu ermöglichen, litt Er wie einer von uns und ist für uns gestorben. Seine Geburt, sein Geburtstag wird heute gefeiert. Ist das nicht ein Grund der Freude für uns? Ist das nicht die beste Gelegenheit zu feiern? Gott als Mensch geboren, will alles mit uns teilen und uns zu seinem Vater führen, wo wir mit Ihm vereint sind und einmal sein werden! Er möchte euch und mir die gleiche Freude schenken, die Er vor 2000 Jahren der ganzen Welt geschenkt hat. Ist das nicht eine frohe und gute Nachricht für jeden von uns?
Liebe Schwestern und Brüder, wir haben alle das Recht, ein frohes Weihnachtsfest zu erleben! Gott – Immanuel – inmitten all unseres Leidens, unserer Trauer und Sorgen: Er tröstet uns, gibt Freude und Frieden; nämlich Seinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Jedes Weihnachten, sind wir eingeladen, an dieser Freude Gottes teilzunehmen um von Ihm erfüllt zu sein. Möge die Feier Seiner Geburt zu einer immer tieferen Erfahrung Gottes in unseren Herzen führen!
Unsere Weihnachtsfeier gibt uns auch einen Auftrag: Die Freude, die wir erlebten unseren lieben Brüdern und Schwestern weiterzuschenken; - speziell denen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Den Einsamen, den Kranken, Alten, Behinderten, Diskriminierten, Sterbenden. Können wir sie heute erreichen? Dürfen sie auch die gleiche Freude erleben wie wir? Füllen wir diese Welt mit dem Frieden und der Freude Jesu, bringen wir Weihnachten zu ihnen und Jesus in ihr Leben.
Es ist uns nicht möglich bei ihnen die Sterne des Himmels zu erhellen, aber wir können wie Glühwürmchen, die Dunkelheit der Nacht erhellen. Meine lieben Brüder und Schwestern, ich bitte euch innig, trägt meine Weihnachtswünsche in eure Familien, zu allen Menschen unserer Gemeinde und lasst sie auf diese Weise den Frieden, die Hoffnung und Freude Jesu spüren. - Ich danke euch!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weihnachten! Das freudigste Ereignis in der menschlichen Geschichte!

Gott ist bereit, einer von uns zu sein, unser menschliches Wesen zu teilen. Was könnten wir mehr verlangen als einen Gott, der sich erniedrigt, um unter uns zu sein? Auch Gott ist mit Freude erfüllt und ich wünsche Euch die gleiche Freude. Gott ist unter uns durch die Geburt Seines Sohnes Jesus! Lasset uns so die größte Freude und Liebe Gottes feiern, weil Er unter uns Mensch geworden ist. Mit dieser Freude die uns erfüllt und immer bleibt gehen wir in das kommende neue Jahr 2013.
Die Freude des Herrn ist nicht die gleiche wie die Freude der Welt. Die Freude der Welt ist eher ein vorübergehendes Vergnügen, weil die Welt unvollständig ist. Es ist kein komplettes Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Zufriedenheit in der Freude, die die Welt gibt. Viele Situationen können entstehen und stören diese Freude: z.B. Krankheit, Tod, finanzieller Verlust, usw.
Andererseits sehen wir, was Gott uns in der Bibel anbietet: Seine Einladung an uns, wahre und tiefe Freude zu erfahren, ein Geschenk des Heiligen Geistes! Bei der Verkündigung Mariens, war sie mit Freude gegrüßt worden: „Sei gegrüßt, du Begnadete...“ (Lk 1,28). Bei der Heimsuchung, Elisabeth wurde mit dem Heiligen Geist und Freude erfüllt: „das Kind in ihrem Schoß hüpfte vor Freude“ (Lk 1,41).
In Lk 1,46, Maria fühlte vor Freude ein Lied in ihrem Herzen: „Mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter." Die Geburt Jesu ist ein Anlass der größten Freude für alle Völker. Bei Seiner Geburt hat der Engel des Herrn den Hirten zugerufen: „Ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2,10-11). Die Szene der Präsentation des Jesuskindes im Tempel ist voller Freude. Simeon, unter der Führung des Heiligen Geistes, freut sich,weil er das Heil der Welt sah (Lk 2,28-32). Hanna, die Prophetin, pries Gott mit Freude beim Anblick des Kindes Jesus (Lk 2,38). In Joh 15,11, Jesus, der im Heiligen Geist sich freute, lud seine Jünger ein sich zu freuen, der Versuchung von Traurigkeit bei seinem Abschied zu überwinden: „Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.“ Die Jünger, die die Verheißung des Heiligen Geistes bei der Himmelfahrt empfangen haben, "sie kehrten in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott“ (Lk 24,52-53).
Wir, als Kinder Gottes, sind immer wieder eingeladen, diese große Freude, die nur von Ihm kommt zu erleben. Es ist eine Freude, die alle Leiden, Schmerzen, Hürden, ja sogar den Tod übertreffen kann. Die christliche Freude kommt aus dem Glauben, der in einer Gemeinde er- und gelebt wird. - Ein wichtiger Aspekt des christlichen Lebens! Diese Freude, die aus dem Glauben entsteht, soll unsere christliche Gemeinschaft prägen. Die Apostelgeschichte beschreibt die Offenbarung des Geistes im Sinne der fröhlichen Gemeinschaft der Gläubigen. Freude bedeutet, mein Leben für Gott und für andere zu leben; alles mit Liebe zu tun. Es erfordert das Teilen, und die Freude ist nur voll, wenn sie geteilt wird. Das Teilen mit meinen armen Brüdern und Schwestern wird von mir verlangt, weil mein Leben selbst ein Geschenk Gottes ist.
2013 wird als das Jahr des Glaubens gefeiert und wir als Gemeinschaft der Gläubigen sind aufgerufen, im Glauben einander zu stärken und ermutigen. Mein Glaube sollte meine Brüder und Schwestern in der christlichen Gemeinde inspirieren und motivieren. Mein Glaube, den ich ernsthaft schätze und lebe, soll eine Quelle der Freude für viele sein.
Eine Gelegenheit dazu ist nun in unserer Pfarre gegeben, gemeinsam etwas zu leisten. Alle sind eingeladen, das Wort Gottes miteinander teilen. Am Anfang des neuen Jahres ist unsere Kirche den ganzen Tag geöffnet. Die heilige Bibel liegt auf, um darin zu lesen, nachzudenken, und sich ihr anzupassen. Nehmen wir dieses gemeinsame Projekt unserer Gemeinde an, um uns in unserem Glauben zu stärken. Möge das Wort Gottes unsere Herzen mit neuem Leben und neuer Freude füllen und die treibende Kraft für nächstes Jahr sein.
Möge das Jahr 2013 ein Jahr mit viel Erfolg, Gesundheit, Gemeinschaft, Glaube und Wachstum werden. Vor allem aber ein Jahr mit Gottes Segen und Freude!
P. Kuruvila.

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